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Günter Nehring
Verschwunden in Hotel 5


Taschenbuch Oktober 2019
252 Seiten | ca. 12,5 x 19,0 cm
ISBN: 978-3-96014-636-0


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In einem Seniorenheim mit dem ungewöhnlichen Namen Hotel 5 verschwindet ein Bewohner auf merkwürdige Weise. Die Direktion schaltet die Polizei zunächst nicht ein, sondern versucht mithilfe diverser Suchmaßnahmen den Mann auf eigene Verantwortung zu finden, um dem Ruf des Seniorenheimes nicht zu schaden.
Der Gesuchte, der an einer seltenen Krankheit leidet, die eine vorübergehende Amnesie und den damit verbundenen Verlust der Erinnerung zur Folge hat, taucht im ICE nach Berlin auf. Er hat weder Personalausweis, noch sonstige Belege seiner Identität. Demzufolge weiß er nicht, wie er heißt und wo er wohnt.
In dem der Gesuchte nach Durchleben zahlreicher Abenteuer in Erfurt, Berlin und Nürnberg versucht, seinen Namen zu finden und letztlich seinen Wohnort wieder zu erreichen …
Ein Mensch in der Fremde

Der »Inter-City-Express« aus München verließ den Nürnberger Hauptbahnhof und bog in Richtung seines Zielortes Berlin in eine scharfe Linkskurve ein. Dabei rumpelte er über die zahllosen Weichen des Vorplatzes, wodurch er ordentlich durchgeschüttelt wurde.
Im Innern des Zuges verlief alles ruhig und planmäßig, außer dass ein Fahrgast der ersten Klasse offenbar seinen Sitzplatz noch nicht gefunden hatte und sich unruhig suchend auf den weiteren Weg durch den Zug begab. Er torkelte im Rhythmus des sich schüttelden Zuges von einer Seite des Ganges zur anderen, hielt sich immer abwechselnd an der Fensterfront oder der Seite der Abteile krampfhaft in der Senkrechten und wirkte auch sonst etwas verloren und geistesabwesend.
Wer war dieser Mensch, wo kam er her, wo wollte er hin. Wie kam er gerade in diesen Zug und warum schaute er nicht auf sein Ticket mit dem befreienden Hinweis für eine Platznummer? Wusste er überhaupt selbst eine Antwort auf diese Fragen, so verwirrt wie er wirkte? Er ging noch unruhig im Wagen in Fahrtrichtung bis zum Ende und zurück und wiederholte diese Prozedur noch mindestens viermal. Dann sank er wie erlöst, nach kurzer Gedenkpause, auf einen freien Sitz in einer Zweiergruppe und schloss erleichtert die Augen. Er schien eine Gedankenwelt mit sich herumzutragen, die ihn nicht mehr loszulassen schien. Was hatte er nur? Diese Frage konnte er sicher nur für sich selbst beantworten, wenn es denn eine solche ernsthaft gab.
Er war ein Herr um die Achtzig mit tief liegenden Augen, die unruhig umher blickten. Sein Haar hatte graue Schläfen, aber ansonsten dunkelbraune Farbe, Er war salopp gekleidet mit kariertem braun-weißem Sacko und der üblichen Jeanshose. Seine kleine Reisetasche deutete auf eine Kurzreise hin. Irgendetwas war mit ihm nicht in Ordnung, eine innere Unruhe schien ihn zu bedrücken. Man bemerkte es, weil er ständig auf seinem Sitz herumrutschte und wie verzweifelt seine ganze Umgebung betrachtete. War es Neugier oder Angst, fürchtete er sich gar? Aber wovor?

Er dämmerte eine ganze Weile vor sich hin, bis ihn eine tiefe Männerstimme aus seinem Halbschlaf riss.
„Entschuldigen Sie, ist dieser Platz noch frei?“
Mit weit geöffneten Augen fixierte der Fremde sein Gegenüber.
„Ich glaube schon, aber ich bin erst zugestiegen und kann es nicht garantieren.“
Der Mann mit der tiefen Stimme stellte sich ganz höflich und korrekt vor.
„Danke, Tim Schwaiger, Geschäftsführer einer Batteriefertigung in Nürnberg“ ,und weiter, „und wie heißen Sie?“
Sein Fahrgast gegenüber stutzte, so dass es auch Til Schwaiger merkwürdig vorkam. Er begann zu stottern und wurde ganz rot im Gesicht.
„Ich, ich meine, ich – heiße Max“ ,kam es erleichtert aus seinem Mund. Und er war froh, in der Eile überhaupt einen passenden Vornamen für sich gefunden zu haben. Denn an seinen wirklichen Namen konnte er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern.
Was war passiert, dass sich »Max«, wie er sich nannte, so merkwürdig benahm? Was waren die Hintergründe seiner anscheienden Geistesabwesen-heit?
Max hatte offenbar sein Gedächtnis verloren, wann, wo, wie und warum, wusste er nicht. Er hatte es in dem Moment wahrgenommen, als er den Zug in Nürnberg bestieg. Schon auf dem Bahnsteig stellte er fest, dass er wohl sprechen, hören und sehen konnte, aber dass der Geist ihn verließ, wenn er auch nur ansatzweise seine bisherige Vergangenheit und Gedankenwelt rekapitulieren wollte. Es war einfach nichts mehr da, kein noch so intensives Grübeln nach seinem Namen, Wohnort oder einer möglichen Lebensgemeinschaft brachten einen Erfolg. Personalausweis, irgendeine Visitenkarte oder sonstige Unterlagen zu seiner Identität fand er nicht.

verfasst von Annedore Lintner am 01.12.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
"Ihr Buch hat mir den Feierabend verschönt. ES ist eine interessante und spannende Geschichte, amüsant und gut zu lesen.

verfasst von Doja Hacker, am 01.12.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
"Ich habe gerade mit großem Vergnügen Ihr Buch gelesen!
Zur Hand genommen habe ich es immer, wenn ich Lust hatte, still in mich hinein zu kichern. Da haben Sie wirklich etwas Tolles hinbekommen, witzig und charmant. Gratulation."

verfasst von Dr. Georg Friedrich Kempter, Stuttgart am 18.11.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
Vielen Dank für Ihr so lebendig geschriebenes Buch.
Also: Großes Kompliment für dieses lesenswerte Werk!

verfasst von Gilbert Grosse, Heidenheim am 18.11.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
Sie haben in diesem Buch eine wunderbare Phantasie und gefällige Ausdrucksfähigkeit bewiesen.
Und ich bin nicht enttäuscht worden, sondern habe damit vergnügliche Stunden verbracht.

verfasst von Ingrid Behringer-Kist am 17.11.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
Der Roman ist humorvoll und spannend geschrieben und wegen seiner heiteren und bildhaften Sprache entspannend und leicht zu lesen.Ich habe ihn an einem Nachmittag "verschlungen".
Dadurch, dass die Protagonisten zu Wort kommen, ist der Leser stets im Geschehen und fühlt sich persönlich angesprochen.
Ich hoffe, es werden noch weitere Romane folgen.

verfasst von Günter Nehring am 08.11.2019:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
Schule des Schreibens, Hamburg, 07.11.2019
Fernkurs: Kreativ schreiben
Betreuerin DOJA HACKER schreibt G.Nehring:

"Ich habe mir einmal angesehen, wie Sie >Hotel 5< beginnen - und ich fand den Anfang s e h r g u t!
Temporeich und direkt. Ein guter Start für das Buch."

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