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Thoralf Probst
Ritter Radebrecht
Ein Ritter, wie er im Buche steht (und garantiert nur in diesem).

Taschenbuch Dezember 2018
75 Seiten | ca. 11,0 x 18,0 cm
ISBN: 978-3-96014-527-1


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Sie kennen ihn noch nicht so recht,
den guten Ritter Radebrecht?
Dann wird es aber wirklich Zeit.
Hier ist nun die Gelegenheit.
Der Radebrecht war echt ein Held
der guten alten Ritterwelt.
Schnell ein paar Taler ausgegeben
und Abenteuer miterleben!
Der Jagdausflug (gekürzt)

Nach einer reichlich harten Nacht
bei Wein und bei Gesang
wurden die Jägersleut´ geweckt
von lautem Hörnerklang.

Die Treiber standen schon bereit
zu lenken Reh und Hirsch.
Und die feudale Jägerschaft
nun losging auf die Pirsch.

Schon bald verließ der erste Pfeil
laut zischend seinen Bogen
und ist mit großer Präzision
in einen Hirsch geflogen.
Der erste Treffer ist gelungen
dem edlen Kaufmann Heldefried,
der nun wohl schon das zehnte Jahr
mit Radebrecht zum Jagen zieht.

Beim nächsten wohl platziertem Treffer
war ein ganz fettes Wildschwein dran.
Erfolgreich war auch hier ein Freund,
und zwar der alte Bertalan.

Der ist schon über sechzig Jahre
und steht noch immer voll im Saft.
Er tötete sogar schon Schweine
mit seiner bloßen Fäuste Kraft.

So ging die Jagd den ganzen Tag,
bis dass zum Ende ward geblasen.
Dann nach dem großen Strecke legen
die Rittersleut zusammensaßen.
Man feierte den Jagderfolg
und prostete sich zu.
Sie schmatzten laut beim Wildschweinbraten.
Die Zeit verging im Nu.

Danach im ersten Morgengrauen
ging es schon wieder los.
Das Jagdglück war am zweiten Tag
jedoch nicht mehr so groß.
Nur Radebrecht sah ab und zu
das Ohr von einem Reh.
Und Heldefried schoss aus Versehen
sich selber in den Zeh.
Die Ausnahme des schlechten Tages
war wieder einmal Bertalan.
Der schleppte bis zum Abend
vier Füchse und drei Hirsche an.

Dann plötzlich aber merkte man,
es fehlt doch jemand in der Runde.
Schon lang hat niemand mehr gesehen
das hübsche Fräulein Juligunde.
Sie ward zum allerersten Mal
zum Jagdausfluge mitgenommen.
Sie hat sich gerade deshalb wohl
auch eine Menge vorgenommen.
Vielleicht hat sie aus diesem Grund
den Weg zurück nicht mehr gefunden.
Nun war sie vielleicht ganz allein
im tiefen, dunklem Wald verschwunden.

Nur Bertalan gab zu bedenken:
„Kann sein sie wurde ja entführt.
Ihr wisst genauso gut wie ich,
wie mancher auf das Mädel stiert.“
Auch Radebrecht gab zu verstehen,
dass er nicht ans Verirren glaubte.
„Viel eher steht wohl zu vermuten,
dass sie ein fremder Ritter raubte.“

Flugs war die Karte ausgebreitet.
Auf der hatte man schnell erkannt.
Das Jagdgebiet grenzt ganz genau
an Gutsherr Schrotfreds Ackerland.
Der stand sich, wie ein Jeder wusste,
nicht gerade gut mit Radebrecht.
Doch blieb es bisher zwischen ihnen
nur bei so manch Verbalgefecht.

Da gab es dann kein Zögern mehr,
kein Halten, nicht mal ´ne Sekunde.
Auf ging’s zu Schrotfreds Herrenhaus,
um zu befreien Juligunde.

Der Gutsherr war schon immer scharf
auf jede hübsche junge Maid.
So wurde ihm auch zugetraut
eine Entführung jeder Zeit.

Das Herrenhaus lag ruhig da
im schwächer werdend Tageslicht.
Der Radebrecht sagt zu den Freunden:
„Nun, diesem Frieden trau ich nicht.“ . . .

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