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Christine Bange
Heimatidylle
oder die Sprache der Dinge
mit 39 Abbildungen


Softcover Oktober 2018
76 Seiten | ca. 20,0 x 26,0 cm
ISBN: 978-3-96014-498-4


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Der erste Anstoß, die vorliegende Essayfolge zu veröffentlichen, kam von Herrn Rötger Belke-Grobe, dem 2007 verstorbenen Initiator der Südwestfälischen Galerie Schmallenberg-Holthausen und Vorsitzenden des Museumsvereins. Er hatte mich gebeten, die Essays herausgeben zu dürfen. Die Textentwürfe waren im Rahmen einer Ausstellung meiner frühen Zeichnungen, kuratiert durch den Hochsauerlandkreis, von Mai bis Juni 2003 im Kreishaus Meschede einzusehen.

Die Texte, aufgezeichnet während der zahlreichen Besuchsreisen im Sauerland, wo ich aufgewachsen bin, gehen großenteils aus Tagebucheinträgen hervor. Die Motivation war in vielen Fällen die Wiederbegegnung mit Menschen, Orten oder Gegenständen meiner Kinderjahre. Ursprünglich war vorgesehen, die Texte mit korrespondierenden Fotos zu begleiten, sie gewissermaßen zu illustrieren. Dann entschied ich, die Texte mit einer kleinen Auswahl meiner Bildarbeiten zu ergänzen – zum einen mit frühen Arbeiten aus der Mescheder Zeit bis Mitte der 1950er Jahre, zum anderen mit einigen ab 1980 überwiegend in Berlin entstandenen Arbeiten. Vor allem letztere vermitteln - im Gegensatz zu einer reinen Illustration der Textinhalte – dem Rezipienten einen Zusammenhang zwischen meiner bildnerischen Arbeit aus späteren Jahren und den Reflexionen über die frühen Mescheder Jahre. Die Fotos meiner Zeichnungen und Bilder fügen sich assoziativ in die Texte ein. Sie unterbrechen die Erzählungen und verweisen auf eine andere Zeit und auf andere Orte: Das deutsche Eichenblatt ist - wie in dem Ingeborg-Bachmann-Gedicht Abschied von England - an eine englische Küste versetzt, der Blumenteppich einer Fronleichnamsprozession aus dem Sauerland in das zerstörte Sarajevo, die Maria aus der Kreuzigungsgruppe der Mescheder Klausenkapelle in ein Land muslimischer Tradition. So werden in meinen Jahrzehnte später und an anderen Orten entstandenen Bildarbeiten Einflüsse der Erzählungen wie auch der aus früherer Zeit stammenden Zeichnungen sichtbar. Einzelheiten aus den frühen Arbeiten - Landschaftsausschnitte, Pflanzen, Gesichter, Figuren, ihre Kleider und Accessoires oder ihre Gesten - werden in den späteren Zeichnungen, Bildern und Objekten wiederaufgenommen und neu interpretiert. Rituale und Bräuche an kirchlichen und weltlichen Fest- und Trauertagen im Sauerland meiner Kinderjahre haben darin - wenngleich in einem neuen Bedeutungszusammenhang - ihre Spuren hinterlassen. Diese späteren Arbeiten entstanden großenteils im Kontext bestimmter Leitthemen und sind verschiedenen Werkgruppen mit Bilderreihen und Texten zugeordnet.

Christine Bange, Berlin 2018

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