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Ursula Hierholzer
Ein Blau das singt


Festeinband Dezember 2017
86 Seiten | ca. 29,5 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-96014-336-9


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Aus dem Vorwort von Michael Wessing:

Die Verflechtungen zwischen Musik und bildender Kunst sind vielschichtig und bis heute lebendig. Dabei bot die Darstellung von musizierenden Menschen der Malerei stets ebenso ein großes Feld wie umgekehrt auch die Malerei in der Lage war, die Musiker in ihrem Werk zu beeinflussen. Denkt man etwa an „Die Musikstunde“ von Vermeer van Delft, „Das Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci“ von Menzel, das Triptychon „Großstadt“ von Dix oder an den Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky – sie alle schildern das Verhältnis von Mensch und Musik sehr deutlich. Auch wenn Lessing schreibt, dass „die Farben keine Töne, und die Ohren keine Augen sind“, ist dennoch nicht zu leugnen, wie stark beide Strukturen verwoben sind. Es zeigt sich dabei, wie die Musik den Charakter von Bildern mit ihren eigenen malerischen Effekten verstärken kann. In dieser Nachfolge befindet sich Ursula Hierholzer, deren Arbeiten entstehen, während die Künstlerin bestimmte Musikstücke hört, wobei ihre eigene Gesangsausbildung sicherlich auch Einfluss hat. […]

    
..... Ein weiteres musikalisches Werk, das seinen Niederschlag in ihrer Malerei findet, sind die von dem Komponisten Joseph Canteloube zusammengestellten "Chants d'Auvergne". In der Umsetzung dieses Liedguts verwendet Ursula Hierholzer vorwiegend kurze, vertikale Pinselstriche. Es wirkt, als sei jedem Lied, jedem Gesang eine eigene farblich gekennzeichnete Struktur zugeordnet, sehr farbig in der Palette. Auch hier überlappen sich die Farben ohne gegenseitige Gesamtbeeinträchtigungen. Eine quirlig dunkelrote Struktur, die auf den ersten Blick die Reihung zu sprengen scheint, stört nicht die Harmonie, wird ihr doch im unteren Bildkompartiment eine blau-orangefarbene Tönung entgegengesetzt. Es ist ein sehr farbiges Bild, ein tanzendes Farbenmeer, das mittels eines horizontal aufgebauten, fließenden blauen Himmels mit weißen Einlagerungen seine Dynamik erreicht. Es scheint als würde es die Lieder, das Licht und die Luft der Heimat davontragen.
So wie jeder Mensch beim Hören von Musik in eine bestimmte, auf Erlebnis basierende Stimmung verfällt, so entstehen auch absolut spezifisch die malerischen Werke von Ursula Hierholzer. Als Betrachter und Musikliebhaber ist dementsprechend auch jeder Einzelne von uns zur individuellen Interpretation dieser Bilder aufgerufen.
(Michael Wessing)


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