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Herbert Fritsche
Die Erhöhung der Schlange
Mysterium, Menschenbild und Mirakel homöopathischer Heilkunst - 2. Auflage

Taschenbuch Januar 2026
166 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-98913-238-2


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Herbert Fritsche nennt sein Buch Die Erhöhung der Schlange die summa seines Lebens. Und in der Tat, ist es von einer Tiefe, die ihresgleichen sucht. Er selbst sagt darüber: „Das kleine Buch ist mir deshalb wichtig und stets lebendig, weil es Dinge aussagt, die mich aus- und aufsuchten, damit sie ins Leben kommen – und indem es so gewaltige, bislang elternlose Lebendigkeiten sind, bleiben sie das auch, nachdem meine Feder behilflich war, hier im Irdischen aufzutauchen und Skandal zu machen.“ [...] Wahrscheinlich wird es kaum Leser haben, „denen klar ist, welche Mächte sich in den Worten des Textes Asyl suchten.“

„Der Reichweite des Simile widmet sich dieses Buch“, sagt er auf den ersten Seiten und nimmt uns mit, uns den Kosmos des Simile zu zeigen.
Nennen wir Gott in seinem Schöpfungs-Ober- und -Außerhalb, in seiner Unfasslichkeit (unfasslich deshalb, weil das Alles-All uns Geschöpfen die Aufhebung jeder Aussage bedeutet), den »Himmel«, so ist der Heiland als die Selbst-Similifikation Gottes »vom Himmel gefallen«: nicht nur als die (auch physische) Leiblichkeit, die Einvermenschlichung in Fleisch und Blut, sondern sogar als das radikale unerbittlich-extreme Hineingeraten in diese. Das Wort wurde Fleisch genau dort, wo es am allermeisten »menschelt«: innerhalb des härtesten Geschichts-Volkes der Menschheit, geographisch an dem Ort, wo das Irdische am tiefsten überhaupt in sein Relief gedrückt wurde (im – geologisch gesprochen – Jordan-Graben), zeitlich um Mitternacht der Jahres-Mitter-nacht –‚ wobei Stall, Krippe, Ochs und Esel, der Makel außerehelicher Geburt und nicht zuletzt die vom Evangelium betonten Windeln noch hinzukommen, was selbstverständlich auf deren Inhalt hinweist. Die Menschwerdung Gottes hat als sterkoristische Alchymie begonnen, »inter faeces et urinam« werden nicht nur wir, wird auch die Erlösung geboren. Da das spirituellen Narkotiseuren der Theologie aller Zeiten und Zonen missfiel, kam der Doketismus der verschiedensten Ausbildungsgrade auf, d.h. die Behauptung, ein Heiland erscheine stets in einem Scheinleib – eine Auffassung, die an das Missverständnis weiter Kreise erinnert, homöopathische Arznei sei »giftfrei«, sei vom Anstößigen der Erde ätherfern. Wie tragisch eine solche Sicht sich um die Wahr-Nehmung, um das Nehmen des Wahren, betrügt, ist leicht erkennbar. Wir müssen schon auf den Windeln bestehen. Ohne Windeln kein Messias. Sie sind unendlich wichtiger als die Toga, die er wahrscheinlich nicht trägt.

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