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Uwe Felix
Der Spartakiade-Sieger der DDR im Kanuslalom
Eine Geschichte aus dem ehemaligen DDR-Sport

Taschenbuch April 2020
252 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-96014-678-0
ISBN (E-Book): 978-3-96014-683-4



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Die Kinder-und Jugendspartakiade besaß im DDR Sport einen sehr hohen Stellenwert. Vom „Spartakiade-Sieger zum Olympiasieger“, lautete der „Slogan“, der sich bewahrheitete.

In seiner Geschichte „Der Spartakiade-Sieger“ erzählt der Autor seinen Weg im Nachwuchsleistungssport in der ehemaligen DDR.

Ein ungeschminkter Einblick in die Sport-Vergangenheit bringt auch Olympiasieger und Journalisten zum Staunen.

Eine unglaubliche Geschichte, die einen emotional anspricht.
Und nicht mehr in Vergessenheit gerät...
„Was wollt ihr hier?“, fragte er.
„Kanu fahren“, gaben wir ihm zur Antwort.
„Wo kommt ihr her? Aus welcher Schule, meine ich?“
„Aus der H. L. Oberschule.“
„Alles klar“, murmelte er. „Euer Übungsleiter kommt
gleich.“
„Übungsleiter? Wofür brauchen wir den? Wir wollen
Kanu fahren“, bestätigten wir einstimmig.
„Das ist ein erfolgreicher Kanuverein und hier trainieren
erfolgreiche Sportler, die vielleicht später einmal
Weltmeister und Olympiasieger werden.“
Alle begannen heftig zu lachen. Gleich darauf verschwand
er mit eiligen Schritten.
„Was machen wir jetzt? Die verkohlen uns heute alle“,
sagte einer aus unserer Gruppe.
„Wir warten einfach mal ab wie es weiter geht, hörte ich
jemanden von uns sagen.“
Kurz darauf erschien ein anderer seltsamer molliger Typ.
Er stellte sich gleich als Sportsfreund Wolfgang F. vor und
fackelte nicht lange herum.
„Umziehen! Boote raus tragen und dann geht ihr laufen!“,
war seine Anordnung.
„Was hat Laufen mit Paddeln zu tun?“, fragte wieder
jemand aus unserer Gruppe.
„Das müsst ihr nicht wissen, geht euch jetzt umziehen!“,
murrte er.
Wir taten, was er sagte und quetschten uns in den
winzigen Umkleideraum, den er uns zugewiesen hatte.
Das kleine Bootshaus bebte und man nahm an, dass jeden
Moment alles zusammenbrechen würde.
Umgezogen standen wir vor dem mit Schotter
überzogenen Hof des sogenannten Bootshauses.
„Kommt hier herüber“, rief Sportsfreund Wolfgang F..
„Jeder nimmt ein Boot heraus und legt es dort ab.“
Es waren Kajaks, die aussahen, als hätte jemand aus
voller Wucht mit einer scharfen Axt drauflos gehackt.
„Das sind überhaupt keine Kanus“, hörte ich jemanden
sagen.
Eine Antwort bekamen wir nicht.
„Mitkommen“, sagte der Sportfreund Wolfgang F. in
harschem Ton. „Ihr lauft von hier aus los und kommt dort
an. Einmal um diesen See, der vor euch liegt. Die Strecke
ist etwa drei Kilometer lang. Diejenigen, die als Erster
ankommen, dürfen sich die besten Boote aussuchen.“
Dann fügte er hinzu: „Die Letzten bekommen natürlich
die schlechtesten.“
Wo waren wir gelandet?
Wieso sollten wir das tun?
Wir waren doch zum Indianer-Kanadier-Paddeln da und
wollten einen schönen Tag erleben. Trotz der
begründeten Bedenken liefen alle los. Unsere gesamte
Bekleidung war nicht gerade sportgerecht, ich trug
Markengummistiefel aus dem Westen und einer lief sogar
in Lackschuhen, da er keine passende Sportbekleidung
dabei hatte.
Unterwegs entschieden wir gemeinsam, dass wir alle als
„die Ersten“ und zugleich Letzten ankommen würden
und waren schon sehr auf das Gesicht vom Sportsfreund
gespannt.

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