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Petra Mehnert
Bettys (Um)welt


Taschenbuch Juli 2017
115 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-96014-316-1
ISBN (E-Book): 978-3-96014-317-8



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Ottenbach im Jahre 2217
Der kleine Ort unter dem Hohenstaufen ist von einer riesigen Mauer umgeben und ringsum nichts als Wasser. Mittendrin die vierzehnjährige Zeitreisende Betty, die durch eine kleine Umweltsünde hier in diese Zeit katapultiert wurde und nun mit Hilfe des gleichaltrigen Finjo einen Weg zurück finden will. Wird ihr das gelingen oder möchte sie lieber in der Zukunft bleiben? Denn … fliegende Autos und Unterricht von zuhause aus haben durchaus ihren Reiz …

Im Rahmen eines Schülerferienprogrammes in der Schreibwerkstatt Ottenbach der Autorin und Bücherstuben-Leiterin Petra Mehnert entstand mit acht Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren diese Umwelt- und Zukunftsgeschichte.
Bettys 14. Geburtstag
Wenn es nach Bettys Mutter Marianne gegangen wäre, hätte
der 22. Dezember auch in diesem Jahr wieder ein besonderer Tag
werden sollen, doch heute war ihre Tochter wohl mal wieder mit dem falschen Fuß aufgestanden.
Denn Bettys Laune war schon beim Frühstück eisiger als die
Luft draußen gewesen. Sie hatte auf die Frage nach ihren
Wünschen fürs Essen auf ihrer Geburtstagsfeier nur die Achseln
gezuckt und was es zu trinken geben sollte, war ihr auch
egal gewesen. Dennoch hatte ihre Mutter sie dazu überreden
können, an diesem schulfreien Freitag mit zum Einkaufen zu
fahren. Doch auf dem Parkplatz des großen Supermarkts
wollte sie dann plötzlich doch nicht mitkommen und ihre arme,
viel zu gutmütige Mutter, war kopfschüttelnd und resignierend
alleine gegangen. Nun saß ihre zickige Tochter schlotternd im
inzwischen ausgekühlten Wagen und tippte wie immer auf
ihrem Handy herum. Dieses schien an ihren Händen festgewachsen
zu sein, denn sie legte es nur zum Schlafen aus den
Fingern und das auch stets in Reichweite. Ihre Eltern behaupteten,
sie wäre Handy-, internet- und spielsüchtig, aber Betty
sah das natürlich ganz anders. Sie machte eben alles mit
ihrem Handy: chatten, lesen, recherchieren, spielen, fotografieren und Musik hören. Wofür ihre Eltern PC, Bücher, Lexika,
Spiele und Fotoapparat brauchten, benötigte sie eben nur ein
Gerät - ihr iPhone und sonst nix. Dieses hielt Betty nun zitternd in den Händen und vertippte sich dabei ständig.
„Des is mir jetzt echt zu blöd!“, schimpfte sie und krabbelte
mühsam zwischen den Sitzen nach vorne. Die junge Dame
saß nämlich meist hinten, damit sie ungestört mit ihrem Handy
zugange sein konnte. Gerade verfluchte sie ihre etwas üppigere
Körperfülle und ihre langen Haare, denn es war sehr
mühsam, an den Zündschlüssel zu gelangen. Stöhnend hatte
sie es aber bald geschafft und der Motor sprang etwas
ruckelnd an, da sie kein Gas geben konnte. Zufrieden grinsend
drehte sie die Heizung auf volle Pulle und ließ sich zurück auf
die Rückbank plumpsen. Dass es aus Umweltschutzgründen
verboten war, den Motor laufen zu lassen, war ihr völlig egal.
Sie fror und da sie auf keinen Fall rausgehen und ins Einkaufszentrum
gehen wollte, war das in ihren Augen die einzige Möglichkeit,
nicht zu erfrieren.
„Mann, braucht die wieder lange zum Einkaufen!“, brummelte
Betty nach etwa zwanzig Minuten, wobei sie nicht einen
einzigen Gedanken darauf verschwendete, ihrer Mutter ja
behilflich sein zu können. Gerade, als die Benzinanzeige auf
Reserve schaltete und das entsprechende Lämpchen aufleuchtete,
hörte Betty ein merkwürdiges Klacken. Da sie ihren Blick immer noch konzentriert auf ihr Handy gerichtet hatte,
war ihr entgangen, dass das Auto von selbst die Türverriegelung
aktiviert und die Handbremse gelöst hatte. Erst als es sich
langsam in Bewegung setzte, blickte Betty gelangweilt auf.
„Na endlich! Das hat aber lange gedau ...!“, schimpfte sie
und hielt dann plötzlich inne ... da vorne saß ja gar niemand
und das Auto bewegte sich trotzdem!
„Mama!“, kreischte Betty los und versuchte, die Türe zu öffnen,
was aber natürlich nicht ging. Alle Türen waren verschlossen
und das Auto bewegte sich wie von Geisterhand gesteuert
langsam und zielstrebig auf die Hütte mit den Einkaufswagen
zu!
„Mama! Ich will hier raus!“ Am Türgriff rüttelnd und zerrend
schrie das Mädchen immer hysterischer, es kam ihr jedoch niemand
zu Hilfe und auch der Junge neben ihr im Auto schien
nicht zu merken, was vor sich ging. Er hatte seine Kappe tief
ins Gesicht gezogen und es sah aus, als schliefe er.
Betty sah aus den Augenwinkeln und durch ihre inzwischen
dicken Tränen hindurch, dass der Wagen geradewegs in die
Einkaufswagen hineinfuhr. Sie rüstete sich innerlich für den
unabwendbaren Aufprall und hörte bereits die Schimpfkanonade
ihres Vaters auf sie einprasseln, als es plötzlich zuerst
stockduster und unmittelbar danach gleißend hell wurde.
Geblendet spürte die arme Betty nur noch, wie sie geschubst
wurde, ein Aufprall an der Fensterscheibe jedoch ausblieb, und
sie bäuchlings auf einem harten Untergrund aufprallte. Um sie
herum war es total neblig und sie rieb sich irritiert die Augen.
Während sie sich mühsam aufrappelte, versuchte sie zu
begreifen, was hier gerade passiert war. Sie war jedoch zu verwirrt,
um einen einzigen klaren Gedanken fassen zu können.
Warum hatte es nicht gescheppert, als ihr Auto in die Einkaufswagen
gefahren war?
Warum war es plötzlich dunkel und dann so übermäßig hell
geworden, dass ihr die Augen immer noch schmerzten und wie
zum Teufel konnte ein Auto jemanden aus seinem Inneren
schmeißen?
Betty rieb sich die aufgeschürften Ellenbogen, strich sich
ihre roten Locken aus der Stirn und setzte sich erschöpft auf
ihr Hinterteil.
Was war nur passiert und warum war es um sie herum
immer noch so neblig und vor allem gar nicht mehr so kalt?
Wo war sie nur gelandet? Und warum saß sie nicht mehr
wartend im warmen Auto und wo war eigentlich ihre Mutter?
Mühsam rappelte sie sich hoch.
„Mama!“, rief sie zum wiederholten Male, obwohl sie sich
inzwischen sicher war, dass ihre Mutter sie nicht hören konnte.
Sie war nicht mehr dort, wo ihre Mama sie zurückgelassen
hatte und das Auto war auch nicht mehr da. Zumindest konnte
sie es in dieser Suppe nicht mehr sehen. Wie weit hatte dieses
blöde Ding sie wohl geschleudert? Plötzlich hinterfragte sie gar nicht mehr, wie, sondern warum das Auto sie rausgeschmissen
hatte. Gerade, als sie wieder anfangen wollte zu weinen, lichtete
sich plötzlich der Nebel und sie konnte Umrisse von hohen
Häusern und eine Straße erkennen. Langsam hob sie den
Blick und sah in der Ferne einen grünen Hügel, der ihr sehr
bekannt vorkam! Das war der Hohenstaufen! Und die kleine
Kirche erkannte sie auch sofort wieder. Also war sie immer
noch in ihrem Heimatort Ottenbach - doch dieser sah jetzt so
derart verändert aus, dass es sie sofort wieder auf ihren Hintern
setzte.
Was war nur mit ihrem schönen Ottenbach passiert?

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