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Siegfried Gläsemann
Abenteuer auf der Pflaumenkucheninsel


Hardcover Mai 2018
68 Seiten | ca. 20,0 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-96014-461-8


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Stefanie Pfannkuchen muss mit ihrem jüngeren Bruder Markus spielen, um Mutter Pfannkuchen ein wenig Belastung abzunehmen. Da sie Ferien hat, möchte sie sich mit Dingen beschäftigen, die ihr Spaß machen. Mit Markus zu spielen, gehört nicht dazu. Nachdem die Mutti beide ermahnte, nicht dauernd zu streiten, rettete sich Stefanie in eine Phantasietraumwelt auf den roten Plastikdampfer von Markus, den sie in die Badewanne gesetzt hatte. Sie lernt interessante Gestalten kennen, die ihr die Reise in ein Abenteuer vermitteln. Viele lustige Abenteuer erlebt Stefanie bis sie den wahren Grund am Verschwinden ihrer Sachen erfährt.

»Abenteuer auf der Pfannenkucheninsel« ist ein phantasievolles, spannendes und lustiges Buch, dass für Kinder zwischen sieben und dreizehn Jahren angedacht ist.

Michèle König
»Land in Sicht, Land in Sicht!«, rief es da von der Brücke. Die Brücke ist die
Steuerzentrale. Sie liegt außer dem Schornstein an der höchsten Stelle des
Schiffes. Von hier aus kann der Kapitän weit auf das Meer hinaus schauen.
Von dort her jedenfalls rief Agathe aufgeregt und fuchtelte mit ihren
Pfoten.
Sie hatte das Fernrohr des Käptens vor die Augen gehoben. Über den Bug des
Schiffes – das ist der Vorderteil – zielte sie wie über Kimme und Korn. Und
schien tatsächlich etwas entdeckt zu haben.
Alle liefen aufgeregt nach vor, um möglichst viel sehen zu können. Aber der
Nebel lag noch über dem Deck. Und so konnte man nur von der Brücke aus
in die Ferne schauen. Also entschlossen sich alle, auf die Kommandobrücke
zu gehen. Natürlich ging keiner. Nein. Alle rannten voller Neugier, ob sie
ihrem
Ziel schon etwas näher waren.
Wie ein Admiral klemmte Agathe am Ruder und presste das Fernrohr noch
fester an die Augen. Vielleicht glaubte sie, dann noch weiter sehen zu können.
Nun konnte man eine Insel auch ohne Fernrohr erkennen. Und tatsächlich ragte
in der Mitte ein hoher Felsen empor. Er könnte wie ein Löffel aussehen. Auch
Kapitän Pappnase schaute angestrengt zu der Insel hinüber. Allerdings kam ihm
die ganze Sache nicht geheuer vor. Es ging ihm alles viel zu schnell. Seine großen
Seemannserfahrungen ließen ihn genügend Vorsicht walten. Das machte
einen Seebären aus. Er hatte den siebenten Sinn zum Aufspüren von Gefahren.
Immer, wenn etwas nicht ganz so war, wie er sich das vorgestellt hatte,
kräuselten
sich ihm die Nackenhaare. Und auch jetzt wieder bekam er dieses
eigenartige Gefühl. Das Kräuseln war ganz deutlich zu sehen. Das war eben
Kapitän Pappnase.
Seinen kuriosen Namen hatte er sich auf einer seiner Fahrten eingehandelt.
Es war die interessanteste Rettungsaktion in der Geschichte der Fantasielandmärchenraddampferseefahrt:
Vor einigen Monaten, erzählte Agathe,
waren sie kreuz und quer über das große Meer gefahren. Nicht den kleinsten
Zipfel einer Insel konnten sie entdecken. Es war wie verhext.
Schließlich war die Seefahrerei so eingerichtet, dass mindestens nach einem
Tag eine Insel zu erreichen war. Und nun das. Vier Tage ohne Insel. Das
Trinkwasser wurde knapp. Für das Land der Fantasie eigentlich unmöglich.
Vielleicht hatte ja Jurke wieder seine unsichtbare Hand im Spiel. Als führen
sie ständig im Kreise. Jetzt wurde es ja lebenswichtig, eine Insel anzulaufen,
um Frischwasser und Früchte an Bord zu nehmen. An Deck machte sich
schon schlechte Laune breit. Und schlechte Laune ist sehr ungesund für eine
Schiffsmannschaft. Auch Mozart jaulte wieder traurig.
Anscheinend machte der Murmelpirat ihnen das Leben an Bord immer
schwerer. Er ließ die Kompassnadel wie wild tanzen.
Der Dampfer schien immer im Kreise zu fahren. Keiner kam darauf, etwas anderes anzunehmen.
Dass zum Beispiel der Fantasielandpol in der Nähe sei. Dann würden nämlich
alle Kompassnadeln verrückt spielen. Endlich richtete sich der Kapitän
nur nach der Sonne. Und nach drei weiteren Tagen piepste Agathe entkräftet
von der Brücke: »Land in Sicht!« Nun kann man sich noch darüber streiten,
wo ›Sicht‹ eigentlich liegt. Und wie weit weg noch ›Sicht‹ sei. Aber keiner
machte sich solche Gedanken. Alle waren nur sehr froh.
Je näher sie der Insel kamen, um so lauter war lautes Gezeter und Getöse zu
hören. Einige Besatzungsmitglieder hielten sich sogar die Ohren zu. So laut
war das Geschrei. Was mochte das wohl sein? Der Kapitän kramte in seinem
großen Erfahrungsschatz auf See. Das konnte nur die Papageieninsel sein.
Die Papageien lebten friedlich in Eintracht auf ihrer kleinen Insel. Sie waren
zu jedermann zuvorkommend.
Aber irgendjemand hatte ihnen eingeredet, sie brauchen einen König. Es solle
der Papagei König werden, der den größten Schnabel vorzuweisen hätte.
Und nun kreischten alle, so laut sie nur konnten, in der Hoffnung, dass so die
Schnäbel wüchsen. Das war ein Durcheinander! Keiner konnte sich der Insel
nähern. Es könne ja einer mit einem schöneren Schnabel sein. Die Eifersucht
machte sie zu Streithähnen. Schon wollten sie resigniert wenden, als abermals
der Kapitän die rettende Idee hatte.

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