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André Kottschoth, Markus Digwa, Uwe Gerngroß
3x10
Gesellschaftskritik, Tagebuchpoesie, Momentaufnahmen

Taschenbuch Februar 2015
72 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-86468-873-7


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3 Autoren, mit je 10 Texten. So einfach lässt sich der Titel dieses Sammelwerkes herleiten.

In diesem Buch versammeln sich Gedichte, Momentaufnahmen und Gedankengänge zu Themen und Gefühlen wie Kritik, Hoffnung, Trauer, Liebe, Philosophie und viele weitere Aspekte des Lebens.

3 x 10 ist ein Buch für alle, die Spaß am Lesen haben und sich auf etwas Neues einlassen wollen.

Neue Gedanken, neue Blickwinkel, neue Worte.

http://uwegerngross.wixsite.com/literaturzirkel
André Kottschoth:

TRÜMMERPOESIE

Wofür wollt ihr denn noch leben, wofür wollt ihr noch marschier´n
Seh´ eure Welt in Trümmern liegen, wieviel wollt ihr noch verlier´n
Kämpft für einen Sieg, welcher doch verloren scheint
Einst die stolze Mutter, jetzt um ihre Söhne weint

Kinderlachen wird begraben, unter Feuersalvens Rauch
Einst der schönste Baum, ist ein jetzt verdorrter Strauch
Sturzbach aus verronnen Leben, blutgetränkt sind diese Wege
Verbrannte Zukunft hinter euch, vor euch die Haubitzenschläge

Abzusehen ist kein Ende, solange weiter Hass geschürt
Die Menschheit steht am Scheideweg, mit einer Hand ihr Grab berührt
Warum wollt ihr weiter kämpfen, weiter mit dem Blut bezahl´n
Langsam wird alles zerbrechen, unter diesen ewig Qual´n



Markus Digwa:

MORGENDLICHER FENSTERBLICK

Die Sonne geht auf, das Aufstehen fällt schwer.
Meine Wohnung wirkt trostlos und irgendwie leer.
Dabei ist sie mit Zeugen eines Lebens vollgestellt.
So, dass das Licht kaum den hintersten Winkel erhellt.

Was habe ich gestern getan, wo war ich in der Nacht?
War ich unterwegs, allein oder was habe ich gemacht?
Leere Flaschen und beschriebene Zettel auf dem Boden.
Nahezu perfekt, um ein Leben von neuem auszuloten.

Die Zeit scheint zu rasen, sie fährt einfach an mir vorbei.
All die Jahre auf dem Buckel wiegen schwer wie Blei.
Gedanken, die Hoffnung verkünden und wieder verdrängen
und verblassende Fotos, die an den Wänden hängen.

Ich blicke aus dem Fenster, der Sonne entgegen.
Draußen die Straßen sind gefüllt mit fremden Leben.
Ob es dort jemand gibt, der gerade an mich denkt?
Der mir einen Teil seiner Aufmerksamkeit schenkt?

Wieder stehe ich hier oben, lasse den Blick schweifen.
Versuche das Leben und meine Träume zu begreifen.
Der Platz neben mir ist wie schon so oft wieder mal frei.
Dennoch bin ich irgendwie glücklich und so sehr dabei.



Uwe Gerngroß:

VOM RIESEN UND VOM ZWERGE

Ich bin „Riese“ für die Insekten, wenn ich über die Wiese laufe. Dabei bin ich ein Gott und Zerstörer. Doch bin ich zugleich „Zwerg“ im Universum. Nur ein winziger Punkt. Luft in den Augen wahrer Götter. Bin in ihren Augen nur ein Insekt. Sie sind Götter und Zerstörer. Was bleibt mir also, als mich zu fügen? Dem Wasser, der Erde, dem Wind, dem Feuer. Sie sind wahre Götter die sogar der Zeit ebenwürdig sind.




verfasst von Silvana am 28.10.2016:BewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchenBewertungssternchen
Tolles buch

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